|
Zwischen Düsseldorf, Wuppertal und Remscheid, woRheinland aufhört und das Bergische Land beginnt, liegt die Stadt Solingen,Deutschlands berühmte Klingenmetropole. Seit alters her wurden hier Eisen- undStahlwaren hergestellt und verarbeitet, insbesondere Messer, Scheren,Rasierklingen und Waffen.
Im Jahre 1925 waren 72 % der Solinger Arbeiter und Angestellte in derStahlwarenbranche beschäftigt. Zum größten Teil wurden die Stahlwaren inHeimarbeit hergestellt. Ende 1928 arbeiteten 15.832 Heimarbeiter in derKlingenstadt Solingen, von denen über 60 % Stahlwaren anfertigten.
Ebenso sauber waren die Fabrikräume und Kotten der Heimarbeiter, die inmittender Wälder an den zahlreichen Wasserläufen standen.In Solingen waren über 700 Vereine mit insgesamt 70.000 Mitgliedern. Zu ihnengehörte auch der älteste Männergesangsverein Deutschlands.
Die Solinger galten als ausgesprochen schwierige Leute, die recht Eigen waren,worunter zu Verstehen ist - beziehungsweise der Wunsch besteht - sich so zugeben wie man ist, ohne irgendwelche gesellschaftlichen Zwänge. Neben Fleißund ihrer Genügsamkeit wurden besonders ihr Erfindungsgeist und ihre Ausdauergerühmt. Im Jahr 1374 wurde der Gemeinde Solingen das Stadtrecht verliehen, nachdem zunächst1889 die Nachbargemeinde Dorp nach Solingen eingemeindet wurde und 1929 die StädteOhligs, Wald, Höhscheid und Gräfrath hinzukamen, hatte die Stadt 140.000Einwohner und wurde damit eine Großstadt.
1975 kam dann auch die Stadt Burg an der Wupper zu Solingen. Derzeit befindensich in Solingen ca. 163.000 Einwohner.
Mit freundlicher Genehmigung des Naturfreundehaus-Pfaffenberg.
|